USA: Facebook wird in gezielten Anzeigen Diskriminierung vorgeworfen

Nach Durchführung der Ermittlungen verklagt das US-amerikanische Ministerium für Wohnungswesen Facebook vor Gericht. Dem Unternehmen werden diskriminierende Praktiken in der Werbung vorgeworfen. Ein Richter muss nun prüfen, ob die Beschwerde berechtigt ist. Es wäre dann die Realisierung eines langen Kampfes.

Vor drei Jahren die Informationsseite ProPublica ergab, dass das von Facebook verkaufte Tool zur Ausrichtung von Werbung gegen das Gesetz verstößt. Werbetreibende können die Empfänger ihrer Kampagnen nach ethnischen, physischen oder sexuellen Kriterien auswählen.

Das US-Außenministerium für Wohnungswesen und Städtebau hat vor sechs Monaten eine Untersuchung dieser Praktiken eingeleitet. Facebook ermöglicht es beispielsweise Immobilienagenturen, nichtchristliche, spanische oder behinderte Menschen von ihrer Zielgruppe auszuschließen.

Vor zehn Tagen kündigte Facebook Änderungen an, um die strafrechtliche Verfolgung von Bürgerrechtsorganisationen in den USA zu stoppen. Das soziale Netzwerk versprach ein anderes Anzeigenmanagement für Minderheiten und wirtschaftlich schwache Bevölkerungsgruppen im Bereich Wohnungskredit und Beschäftigung.

Das US Department of Housing hat weiterhin beschlossen, die Strafverfolgung fortzusetzen. Wenn der Verwaltungsrichter der Ansicht ist, dass die Beschwerde gerechtfertigt ist, kann eine Geldbuße verhängt und eine Entschädigung gezahlt werden.

Quelle: http://www.rfi.fr/ameriques/20190328-etats-unis-facebook-accuse-discrimination-publicites-ciblees